10 deutsche eHealth Start-ups, die überzeugen
10 deutsche eHealth Start-ups, die überzeugen © Rawpixel @ Shutterstock.com

10 deutsche eHealth Start-ups, die überzeugen

Neben Big Data ist eHealth das neue Trendthema in der deutschen Gründerszene. Im eHealth-Sektor ist die Dynamik besonders hoch: Wir stellen zehn innovative Start-ups aus Deutschland vor.

Tinnitracks

Mehr als 3,2 Millionen Deutsche leiden an Tinnitus, dabei hören Betroffene einen Ton, der durch geschädigte Nervenzellen im Gehirn erzeugt wird. Das Start-up Sonormed, ein Hamburger Medizintechnologieunternehmen mit dem Entwicklungsschwerpunkt Digitale Audiologie, hat mit Tinnitracks ein innovatives Behandlungskonzept entwickelt.

Dazu setzt das Medizintechnik-Unternehmen auf die eigene Lieblingsmusik. Die Wunschmusik wird über die Webseite auf ihr Therapiepotenzial geprüft und die individuelle Tinnitus-Frequenz aus den Musikstücken herausgefiltert. Durch das Hören der bearbeiteten Musikstücke werden die überaktiven Nervenzellen im Hörzentrum gehemmt. Die wahrgenommene Lautstärke des subjektiven Tinnitus-Tons kann dadurch spürbar verringert werden.

MyTherapy

Ob Medikamente, Aktivitäten oder Tagebucheinträge: Das Münchener Start-up smartpatient gibt mit der MyTherapy-App (für Android und iOS) genaue Auskunft über die Einhaltung der Therapieziele. Jeden Tag übersetzt MyTherapy die Therapie in eine einfache Aufgabenliste – Erinnerungen optional.

Mit der App hat man sein persönliches Gesundheitstagebuch stets in der Tasche. Ein übersichtliches Dashboard mit ansprechenden Graphen und Auswertungen über die wichtigsten Werte hilft dabei den Gesundheitszustand gezielt zu verbessern.

Caterna Vision

Das Dresdner Start-up Caterna Vision verlegt mit der Online-Therapieplattform Caterna die Sehschule in die eigenen vier Wände. Kleine Kinder haben häufig mit einer Schwachsichtigkeit, einer sogenannten Amblyopie zu kämpfen. Dabei handelt es sich um eine Sehstörung, die häufig durch einseitiges Schielen verursacht wird. Über einen Internet-Zugang ist die Online-Sehschule überall und jederzeit verfügbar.Statt ständig zum Augenarzt zu gehen, können die Kinder somit bequem von zu Hause am Computer üben.

Caterna Sehschule: Computerspiele sind gut für die Augen

Kinder mit einer Schwachsichtigkeit können mit der Caterna Sehschule online sehen lernen. Das hat entscheidende Vorteile für die Kleinen und für Ärzte.

ehealthblog.de

Klara

Bereits 2013 gründeten die Berliner Simon Bolz und Simon Lorenz ihr Unternehmen Klara. Klara ist die erste App, die Hautärzte und Patienten über ihr Smartphone verbindet. Der Klara-Kunde macht Fotos von seinem Hautproblem und lädt es hoch. Für eine feste Gebühr von 29 Euro bekommt er innerhalb von garantiert 48 Stunden eine Begutachtung von einem echten Hautarzt, ein Drittel der Nutzer bekommt bereits nach drei Stunden eine Antwort.

Mittlerweile versuchen die beiden Berliner auch den US-Markt zu erobern. Die Chancen stehen gut, schließlich ist man es in den USA gewohnt für Gesundheitsleistungen selbst zu zahlen.

Connected Health

Quelle: www.connected-health.eu

Quelle: www.connected-health.eu

Das Hamburger Start-Up Connected Health hat eine Gesundheits-App entwickelt, mit der Patienten die wichtigsten Gesundheitsdaten jederzeit in der Tasche haben. Mit der App Lifetime werden die medizinische Dokumente und smarten Gesundheitsdaten lokal zwischen Patienten-Smartphone und Arzt ausgetauscht. Das Besondere daran: Für die Datenübertragung ist kein Internet erforderlich. LifeTime besteht aus einer kleinen Hardware, LifeHub genannt, die bei jedem Arzt systemunabhängig via Plug’n Play funktioniert und einer übersichtlichen App für die gängigen Plattformen. Dazu muss der Patient sein Smartphone lediglich in die Nähe des LifeHubs halten. Daten können dann in beide Richtungen übertragen werden. Der Patient kann seinem Arzt so den Zugang zu allen für die Behandlung relevanten Informationen gewährleisten, um so die beste Behandlung sicherzustellen.

Patientus

Das Lübecker Start-up Patientus bietet eine Online-Video-Sprechstunde für Ärzte und Patienten an. Ihre Idee: eine Videokonferenz zwischen Arzt und Patient zu ermöglichen, die leicht in den Alltag zu integrieren ist, auf einer sicheren Verbindung beruht und ohne Zusatzsoftware von allen Endgeräten aus nutzbar ist.

Man entschied sich schließlich für eine browserbasierte Lösung. Die Gesprächsteilnehmer vereinbaren einen Termin und kommunizieren anschließend über ein separat geöffnetes Browserfenster per Video-Chat. Neben Informationsgesprächen können Ärzte online auch Bestandspatienten-Sprechstunden zur Nachkontrolle und eine Zweitmeinungs-Sprechstunde für die Einschätzung eines zweiten Fachexperten anbieten.

Lese auch: Patientus: Online-Arzt jetzt auch in Deutschland

My Sugr

Das Wiener Start-up My Sugr setzt auf eine Kombination aus Gamification, Motivation und durchdachtem Produktdesign. Mit den My Sugr Apps lässt sich die Diabetes-Erkrankung besser in den Griff kriegen. Die App funktioniert wie ein modernes Diabetes-Tagebuch – bunt, mit frecher Sprache und einem Monster, das durch die App führt. Sie lässt sich mit dem Blutzucker-Messgerät synchronisieren, sodass die Daten automatisch übertragen werden und ständiges Eintippen entfällt. Für jeden Eintrag erhält der User Punkte. Wird er nachlässig, erinnert ihn besagtes Monster.

Mittlerweile gibt es auch eine extra App für Kinder und die mySugr Academy. Hier lässt sich in zehn Schritten – unterstützt von Lernvideos – der Umgang mit der Krankheit lernen. Geschäftsführer Frank Westermann kommt aus Deutschland, aufgrund der gründerfreundlichen Strukturen hat er aber den Unternehmenssitz nach Wien verlagert.

Arztkonsultation.de

Quelle: www.arztkonsultation.de

Quelle: www.arztkonsultation.de

Das Onlineportal arztkonsultation.de mit Sitz in Schwerin bietet Ärzten und Patienten online eine Seh- und Sprechstunde an. Einzige Voraussetzung für die Videosprechstunde: Ein Computer oder Tablet mit Internetanschluss, Webcam und Mikrofon. Der Videochat funktioniert direkt über den Browser, somit ist keine weitere Software nötig. Einmal angemeldet, können Arzt und Patient von überall aus einen Termin wahrnehmen. Der behandelnde Arzt entscheidet, ob im jeweiligen Fachgebiet oder in der speziellen Behandlungssituation die online Seh- und Sprechstunde medizinisch sinnvoll ist und eine empfehlenswerte Ergänzung zu einem Praxisbesuch darstellt. Er beauftragt dann den Einsatz des Online-Portals. Eine freie Arztsuche wie bei Patientus ist hier jedochnicht möglich.

Mawendo

Mawendo bietet Ärzten und Physiotherapeuten die Möglichkeit ihr Leistungsspektrum zu erweitern, indem sie ihren Patienten individuelle Trainingspläne anbieten. Die Mawendo GmbH gründeten Johannes Merg, sein Bruder Michael Merg und der Arzt Dr. Daniel Wagner im Januar 2013 in Stuttgart. Die Trainingspläne wurden mit einem Expertenteam zusammen entwickelt, das in einer Sportklinik und einem Olympiastützpunkt tätig ist.

Es stehen aktuell etwa 40 Therapiepläne zu verschiedenen Krankheitsbildern – zum Beispiel Achillessehnenbeschwerden – zur Verfügung. Vorteile liegen zum Beispiel in der Erhöhung der Patienten-Compliance, also der Mitwirkung des Patienten.

BetterDoc

Oft ist es schwierig und zeitaufwändig den richtigen Facharzt zu finden. Das Online-Portal BetterDoc aus Köln will Nutzer dabei unterstützen im Web den richtigen Arzt zu finden. Nach einer ersten kostenlosen Ersteinschätzung folgt die kostenpflichtige Spezialistensuche. Der Ablauf ist in drei Schritte gegliedert: Zunächst beschreibt der Nutzer online sein Gesundheitsproblem anhand von Beschwerden oder einer bereits gestellten Diagnose.

Das ärztliche Team von BetterDoc prüft die Anfrage anhand von folgenden fünf Qualitätskriterien:

  1. Reputation unter Ärzten
  2. Bewiesener Behandlungserfolg
  3. Erfahrung/Fallzahlen
  4. Qualifikation/Zertifizierung
  5. Ausbildung

Innerhalb von zwei Tagen erhalten Nutzer dann eine schriftliche Stellungnahme mit telefonischer Beratung durch den BetterDoc-Arzt.

“#eHealth bewegt die deutsche Gründerszene: 10 innovative #Startups, die überzeugen.“

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